Es gehört zum Glück dazu, nicht immer (gleich) glücklich zu sein.

Es gibt zwei Quellen, die uns glücklich machen: das eine sind, Dinge, die außen stattfinden und Dinge, die in uns selber stattfinden.

In uns selbst, wo eigentlich das Glücksgefühlt entsteht, hängt das meistens ab von Fortschritt, Dankbarkeit und Demut.

  Progress equals happiness.

             Tony Robbins.

 

Das Streben nach Glück. Dies ist der Sinn des Lebens für viele Menschen. Doch die Suche nach dauerhaftem Glück ist oftmals die Ursache dafür, warum wir unser Glück nicht finden können und sich unser Leben unerfüllt anfühlt.

Es hört sich zunächst widersprüchlich an, aber um wahres Glück zu finden und ein erfülltes Leben leben zu können, müssen wir auch die Momente suchen und schätzen, in denen uns das Glück verlassen hat. Denn es gehört zu einem glücklichen Leben einfach dazu, nicht immer glücklich zu sein.

Dauerhaftes Glück: Eine Suche ohne Ziel

Erinnere Dich an einen Moment in Deinem Leben, indem Du wahrhaftig glücklich warst.

In diesen Momenten lernen wir wahres Glück kennen und kurz darauf lernen wir auch die wahre Natur des Glücks kennen. Kein Moment hält ewig. Und so hält auch unser Glück niemals ewig. Vielmehr ist Glück ein Moment, der kaum greifbar vorbeifliegt, manchmal für einen Augenblick bei uns Halt macht und doch letztlich immer weiterfliegt.

Diese Natur macht es unmöglich für uns, Glück dauerhaft zu bewahren. Vielmehr werden wir umso mehr enttäuscht, je fester wir versuchen, unser Glück einzufangen und zu behalten.

Es ist die Suche nach dauerhaftem Glück, die uns zwangsläufig enttäuschen muss – denn dauerhaftes Glück existiert nicht.

Lerne Schmerzen und Niederlagen zu schätzen

Jeder Mensch möchte sich am liebsten immer zu glücklich fühlen. Wir wollen alle von Erfolg zu Erfolg eilen und ein Leben voller Hochs leben, die niemals enden. Doch wie können wir die Hochs im Leben noch erkennen und genießen, wenn sie nicht durch kleinere Tiefs unterbrochen werden?

Eine Trennung ist hart, eine Scheidung brutal und ein Verlust vernichtend. Aber auch diese Momente sind Teil des Lebens und die Emotionen, die sie mit sich bringen, sind ebenfalls Teil von uns.

Schmerzen und Niederlagen sind die Tiefs, die wir auf den ersten Blick gerne vermeiden würden. Auf den zweiten Blick sind sie jedoch genauso wichtig für uns, da nur sie es vermögen, uns die Hochs, geprägt von Glück und Freude, erkennen zu lassen.

Ohne Nacht kein Tag. Ohne Kalt kein Warm. Ohne Niederlagen keine Siege. Und ohne Schmerzen kann es auch kein Glück geben.

Jeder Moment hat seine Lehren

Es fällt schwer Optimist zu sein, wenn das Leben uns mit Frustration, Trauer, Enttäuschung, Ärger und Hass konfrontiert. Es fällt schwer das Positive im Verlust zu sehen. Es fällt schwer den eigenen Gedankensalat zu sortieren und sich auch die Emotionen zu erlauben, die wir als negativ empfinden.

Meine Mutter sagte einst zu mir: „Niemand ist Dein Freund, niemand ist Dein Feind. Aber jeder ist Dein Lehrer.“

Allerdings müssen wir dafür auch die Lehren akzeptieren, die uns andere Menschen und negative Momente bieten. Selbst der größte Optimist freut sich nicht, wenn er ausgenutzt und verlassen wird. Negative Emotionen überkommen ihn und er fühlt sein Glück schwinden.

Wenn wir in solchen Situationen einfach dem Leben vertrauen, können wir jedoch unser Glück wiederfinden. Der Verlust und die Erfahrung von einem „bösen“ Menschen ausgenutzt worden zu sein, kann uns eine Lehre sein, die uns dabei hilft, Fehler nicht zu wiederholen und in Zukunft ein noch stärkeres, noch intensiveres, noch größeres Glück zu erleben.

Statt verbittert und entmutigt zu sein, sollten wir den Menschen danken, die uns negative Erfahrungen – und damit eine Lehre – geboten haben.

Du bist nicht allein!

Wenn wir innerlich bluten, uns fühlen, als hätte uns jemand das Herz rausgerissen, und wir von denen verraten worden sind, denen wir am meisten vertraut haben, fällt es schwer diese Erfahrung in etwas Positives zu verwandeln.

Wir müssen in solchen Momenten dem Leben einfach seinen Lauf lassen und unserer eigenen Intuition folgen. Wir müssen akzeptieren, was geschehen ist und darauf bauen, dass auch diese Momente vorübergehen und wir schon bald darauf verstehen werden, welche Lektionen sie für uns bereithielten.

Mit ein wenig Abstand werden wir das „Warum“ und das „Wofür“ verstehen und es nutzen können, um unseren Weg durchs Leben mit so vielen Hochs wie möglich zu bereichern. Erlauben wir uns also die negativen Emotionen, von denen wir glauben, sie ständen unserem Glück im Weg. Umarmen wir sie und heißen sie willkommen. Denn sie sind es, die uns den Weg durch die Dunkelheit weisen, bis wir wieder beim Licht angekommen sind.

Sei Dir währenddessen stets bewusst, dass nicht nur Du es bist, der sich ab und zu vom Glück verlassen fühlt, auch mir geht es so. Und allein das Gefühl, nicht allein zu sein, bringt uns wieder zurück auf den Weg zum Glück😃!

Lasst uns nicht vergessen, obwohl die Umstände etwas mit uns machen, wir entscheiden alleine und selbst, welche Bedeutung wir den Dingen geben.

Das ist Stoff für einen anderen Artikel😉. Wir lesen uns bald wieder.

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